Unser Gehör
Ein kleines Wunderwerk verbirgt sich in jedem Ihrer zwei Ohren. Aufgebaut ist es aus drei Teilen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Das Außen- und das Innenohr dienen dem Empfang und der Weiterleitung von Schallwellen; das schneckenförmige Innenohr verwandelt diese Wellen in Impulse, die der Hörnerv zum Gehirn weiterleiten kann.
Ein 23 Millimeter langer Gehörgang verbindet die Ohrmuschel mit dem
Mittelohr: Hier befinden sich das Trommelfell und drei zarte Knochen
(Amboss, Hammer und Steigbügel), die durch die ankommenden Schallwellen
in Schwingung versetzt werden. In der Schnecke des Innenohrs empfangen
Sinneshärchen (die sogenannten Haarzellen) die Schallreize, die
dazugehörigen Sinneszellen werden erregt und geben den Impuls an den
Hörnerv weiter. Dabei differenzieren sie unterschiedliche Frequenzen –
das Spektrum der Töne, die menschliche Ohren wahrnehmen können.
Warum wir zwei Ohren brauchen? Weil wir so unterscheiden können, aus welcher Richtung der Ton kommt – schon für unsere fernen Vorfahren in den Steppen war das eine überlebenswichtige Fähigkeit.

